Der Dipdye-Kerzentrend ist euch bestimmt nicht entgangen – und falls doch, berichte ich Euch anhand der wundbaren Geschichte von Anja Pott und ihrer Lichtblick Kerzenmanufaktur darüber.

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Gerade jetzt brauchen wir doch alle einen Lichtblick, richtig? Für Anja aus Lauenau ist das oft eine leuchtende Kerze, die sie selbst in zahlreichen Variationen mittels der Dipdye-Technik herstellt – für ihre Lichtblick Kerzenmanufaktur.

Dipdye-Kerzentrend

Weder bei Pinterest noch Instagram hat Anja den DIY-Trend mit bunten Kerzen entdeckt – nein, es war eine Freundin, die ihr zu Weihnachten solche Kerzen geschenkt hatte. „Nach dem ersten Bestaunen der handgemachten Kerzen und kurzem Studieren einiger Blogs zum Kerzenfärben habe ich dann beschlossen, das Ganze einmal selbst auszuprobieren“, erzählt mir Anja, die ich über eine große Interiorchallenge auf Instagram entdeckt habe. 

Freude am Kerzenfärben

So bestellte sich die 35-jährige Mama von zwei kleinen Jungs Kerzen, Farben und Stearinwachs und stand im Januar 2021 das erste Mal in ihrer Küche vor einem dampfenden Topf gefüllt mit bunten Wachsgläsern. „Ich weiß noch, als ich das erste Mal die Kerzen getaucht habe, dass ich sehr erstaunt darüber war, wie schnell das Wachs an der Kerze wieder getrocknet war. Und dann war es einfach um mich geschehen. Ich hatte riesigen Spaß am Färben und ich bin immer noch fasziniert darüber, dass man mit, ehrlicherweise, so geringem Aufwand eine so tolle farbige Veränderung hinbekommt“, berichtet Anja Pott. 

Schritt in die Selbstständigkeit 

Zu Beginn brauchte die hauptberufliche Lehrerin einige Zeit, um das richtige Mischungsverhältnis zwischen dem Tauchbad und der Farbe hinzubekommen. Denn je nach Menge der Farbe ändert sich die Farbintensität. Und auch für die exakte Herstellung einer bereits verwendeten Farbe musste Anja üben – u.a. mithilfe einer Mikrowaage. „Nachdem ich mich also ein wenig im Kerzenfärben ausprobiert und die Kerzen fleißig verschenkt hatte, stand ich an dem Punkt, dass ich entweder mein Haus mit 1000 Kerzen dekorieren musste, meinen Freunden die 100. Kerze schenkte oder das Ganze etwas professioneller aufziehen und die Kerzen verkaufen könnte“, erklärt sie ihre Gedanken zur Gründung ihrer Lichtblick Kerzenmanufaktur.

Eigener Etsy-Shop

Schließlich nahm die Lehrerin in Elternzeit ihren Mut zusammen, wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete einen Shop bei Etsy. „Das Logo zu meinem Firmennamen habe ich zuvor selbst entworfen und mittlerweile verkaufe ich die Kerzen auch in kleineren Lädchen, in denen man schöne Dinge für das Zuhause findet“, fügt Anja hinzu. Auch auf Instagram findet man ihre Lichtblick Kerzenmanufaktur und erhält Einblicke in ihre Arbeit.

Fast schon Magie

„Für mich ist fast schon Magie, dass aus einer einfachen, weißen Kerze nach dem Tauchen eine ganz andere, farbenfrohe Kerze entsteht. Und ich liebe es mich mit den Farbkombinationen auszutoben. Da sind einfach keine Grenzen gesetzt“, sagt die kreative Kerzenfärberin. Mal entstehen leisere, zarte Farbkombinationen, die sich gut in den skandinavischen Wohnstil einfügen. Mal ganz laute, bunte und fröhliche Kerzen, die jedem Zuhause einen Farbtupfer verleihen. 

Konfetti für die Seele

„Ich bin wirklich überzeugt davon, dass Farben unser Gemüt beeinflussen. Und wenn ich mich im Laufe des Tages öfters über die bunten Kerzen auf meinem Esszimmertisch freue und sie anzünde, um mir etwas Gutes zu tun oder ein Ritual damit pflege, dann ist dieser ,Lichtblick‘ wie Konfetti für die Seele“, so Anja. Nicht nur, aber vermehrt in derjetzigen Zeit, in denen wir viel Zuhause sind, gehören Kerzen für eine schöne Stimmung einfach dazu. Auch auf Kundenwünsche geht sie gerne ein und fertigt nach Kundenvorstellungen individuelle Farbmuster an.

Nachhaltige Stearinkerzen

Ein wichtiges Thema für Anja ist die Nachhaltigkeit: Deshalb verwendet sie vorwiegend Stearinkerzen und auch ihre Wachsfarben bestehen aus Stearin. „Im Gegensatz zu Paraffinkerzen, die aus Mineralölen hergestellt sind, werden Stearinkerzen aus tierischen oder pflanzlichen Fetten gewonnen. Für die verschieden farbigen Tauchbäder der Kerzen benutze ich Stearinkerzen, die ich einschmelze. Außerdem überzeugt mich die Qualität dieser Kerzen, denn sie sind stabiler und nicht so hitzeempfindlich“, berichtet sie über ihre Erfahrungen.

Freude bereiten

Anjas größtes Ziel mit ihrer Lichtblick Kerzenmanufaktur ist anderen eine Freude zu bereiten: „Ich freue mich immer noch wie ein Kind, wenn mir Menschen erzählen, wie schön sie die Kerzen finden und gleich weitere bestellen möchten. Dabei geht einfach mein Herz auf: anderen eine Freude machen“, sagt sie und fügt hinzu: „Das beginnt beim Färben der Kerze und hört beim Einpacken auf. Dafür nehme ich mir bewusst Zeit und versuche die Kerzen so einzupacken, dass ich dem Menschen, der sie öffnet ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.“

Farbenkleid für neue Produkte

Wo sie mit ihrer kleinen Manufaktur hin will, weiß sie noch nicht. „Ich lasse, wie immer, einfach alles auf mich zu kommen. Ein paar Projekte schwirren mir aber immer im Kopf umher“, sagt sie. So möchte Anja zum Beispiel noch weitere Kerzenständer herstellen, denn bisher gibt es bereits einige aus Holz. Es sollen aber noch weitere aus Beton dazukommen. „Und ich möchte neben den gängigen Tafelkerzen noch kleinere Geburtstagskerzen und Stumpenkerzen ein neues Farbenkleid verschaffen. Das Sortiment soll also etwas wachsen“, verrät mir die Gründerin der Lichtblick Kerzenmanufaktur abschließend. 

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