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Studio nom

Einfachheit, Schönheit und Ehrlichkeit: Das sind die wesentlichen Bestandteile, aus denen die Makramee-Arbeiten von Nom aus Swasiland bestehen.

Nach zwölf Jahren in der Modebranche trat Nom ihre kreative Reise an. Dabei erkundete sie verschiedene Techniken, bevor sie das Weben und die Makrameekunst entdeckte und 2013 ihr Studio nom gründete.

Durch Zufall zum Weben

„Ich war mit meinem Handwerk überall, bevor ich mit dem Weben anfing. Und ich muss wirklich sagen, dass das Weben mein Handwerk ist“, sagt Nom. Vor etwas fünf Jahren stolperte sie in einem Gebrauchtwarenladen über einen Handwebstuhl und und musste ihn einfach ausprobieren. „Das Weben erwies sich als der perfekter Spielplatz, um verschiedene Materialien und Techniken auszuprobieren“, erklärt Nom.

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Mut zur Lücke

Als ihr Wissen und ihre Zuversicht immer größer wurden, ließ sie mehrfach Dinge aus, und so nahmen ihre geometrischen Wandbehänge Gestalt an. Bis heute ist es einer ihrer Stärke, mit wenig viel zu bewirken. Das bedeutet nicht unbedingt, dass weniger mehr ist, aber Nom liebt es, die Dinge weniger kompliziert zu machen. „Ich mag das Weben am liebsten, wenn es noch auf dem Webstuhl geschieht“, erklärt Nom, die in den Niederlanden aufgewachsen ist: „Wenn die Spannung immer noch auf der Kette liegt, wirken alle Formen, die man gewebt hat, noch schärfer.“

Lebendige Muster

So machte sich Nom auf die Suche nach Abwesenheiten, in denen sie ihre Arbeit am Webstuhl behalten und die Lücken zwischen dem Material noch weiter vergrößern konnte. „Ich fand meine Antwort in einem Buchenholzkreis und einem einzelnen Makramee-Knoten, der meine Kette und meinen Schuss in Position hält“, berichtet sie mir. Denn der Kreisrahmen erwies sich als perfekte Form, um die harten Linien der geometrischen Formen zu mildern, ohne die Schärfe zu verlieren.
Gleichzeitig wirkt der Kreis wie eine Lupe, da er auch auf seine Innenseiten aufmerksam macht.

Vorliebe für natürliche Materialien

Am liebsten mag die Gründerin des Studio nom den Kontrast von Weiß und Schwarz, indem sich die Farben gegenseitig verstärken. „Das Erstellen eines neuen Designs ist immer ein Prozess. Oft wende ich mich dem Grundweben zu Mustern wie einer Leinwandbindung, einem Twill oder einer Wabenbindung“, erklärt Nom ihre Arbeitsweise. Doch auch die geometrischen Muster, die man in verschiedenen Kulturen findet sowie die Architektur aus der Art-Deco-Zeit liebt sie sehr.

Zweite große Liebe

Neben ihrer eigenen Sammlung von Faserkunst arbeite Nom als freiberufliche DIY-Stylistin, sodass sie viele verschiedene Handarbeiten ausprobieren kann. „Ich habe wirklich ein Faible fürs Häkeln, das ich seit Jahren mache. Aber ich muss sagen, dass das Weben mein Handwerk der Wahl ist“, lacht Nom. Obwohl es ihr schwer fiel, das Modedesign – ihre erste Liebe – loszulassen, ist sie heute „wirklich froh, dass ich es getan habe“.

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