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Quellenhof-Stiftung

Sie bestehen aus Papier, Holz, Textil oder Schokolade: die sozial und fair hergestellten Produkte der Quellenhof-Stiftung in Winterthur.

Q-Design heißt das Label der Quellenhof-Stiftung und es steht für Eigenprodukte aus deren Werkstätten. Dazu gehören handgemachte Wohnaccessoires wie Kerzenständer und Filzuntersetzer, Dekoartikel wie Girlanden und Holzfiguren sowie Geschenke für Groß und Klein wie Kinderbadehandtücher und Kaugummi-Täschchen. Doch auch typisch Schweizer Produkte gehören zum Sortiment: Hinter dem „Herzmüpferli“ verbergen sich z. B. 24 Abenteuer im Stoffcouvert, das „Chriesisteikissen“ aus Filz und Edelweiß-Stoff wärmt, kühlt und tröstet und in der Kategorie „Urchig“ findet man zahlreiche Geschenkideen im traditionellen und trotzdem frischen Schweizer Design.

Verschiedene Talente
Doch nicht nur der Online-Shop der Quellenhof-Stiftung für handgemachte Geschenke aus Winterthur begeistert mich, sondern auch auch die Vision dahinter: Alle Produkte werden mehrheitlich an geschützten Arbeitsplätzen hergestellt, wo hauptsächlich Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen arbeiten. So stammen beispielsweise die Schokoladen aus der Kleinkonditorei, welche im Rahmen der Suchttherapie ins Leben gerufen wurde. „Daneben betreiben wir ein Restaurant/Cafe, ein Event-/Kongresszentrum und eine Fahrradwerkstatt“, erklärt Sascha Zuber, Verkaufsleiter der Quellenhof-Stiftung.

Eigenverantwortliches Leben
Die Vision zu diesem Projekt hatte Johannes Wirth, Leiter der evangelischen Freikirche „GvC Chile Hegi“ in Winterthur und heutiger Präsident der Quellenhof-Stiftung, im Jahr 1988: Er wollte mehrere therapeutische Wohngemeinschaften für Menschen am Rande der Gesellschaft schaffen, die sich gegenseitig dienen, zusammen leben und arbeiten. So wurde 1990 die Quellenhof-Stiftung gegründet und ein Jahr später das Therapiehaus „Quellenhof“ in Gundetswil gebaut. Heute erleben und leben über 160 Menschen sowie 85 angestellte Mitarbeitende in den verschiedenen Wohneinheiten, Werkstätten und Arbeitsplätzen der Stiftung Teile dieser Vision – viele junge Männer und Frauen konnten bereits in ein eigenverantwortliches Leben reintegriert werden.

Familiäres Wohnquartier
„Das wichtigste aktuelle Projekt ist unser Townvillage in Winterthur“, erklärt Sascha Zuber – ein generationendurchmischtes Wohnprojekt: Entlang der Seenerstrasse entstehen seit Juni 2017 drei große Wohnblöcke mit insgesamt 61 Wohnungen. Das erste Gebäude mit acht Wohnungen und den neuen Werkstätten soll im Sommer 2018 bezugsbereit sein, die übrigen Bauten im Jahr 2020. Ähnlich wie in einem Dorf kennt man sich, grüßt sich und jeder setzt sich mit seinen Begabungen für die Gemeinschaft ein.

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