Coquetón ist nicht nur ein Label, sondern ein Ort, an dem Kindheit greifbar wird. Sandra Windoffer fertigt Dinge, die nicht nur schön aussehen, sondern den Alltag von Kindern lange begleiten.

Kleidung zum Toben, Kissen zum Kuscheln und Schultüten, die weit über ihren großen Moment hinaus Bestand haben: Was 2009 mit selbstgenähten Stücken für das eigene Kind begann und auf Flohmärkten seinen Weg zu ersten Kunden fand, ist heute ein etabliertes Label mit eigenem Laden und Werkstatt in Leipzig – und seit Ende 2024 auch mit eigenem Onlineshop. Heute erzähle ich euch die Geschichte von Coquetón.
Kindermode, die Kinder ernst nimmt
Coquetón ist spanisch und bedeutet „hübsch, niedlich, nett“. Doch Aussehen ist nicht alles: Deshalb beginnt Sandra jedes Kleidungsstück mit der Frage: Was brauchen Kinder wirklich? „Mein Anspruch an Kindermode: Sie soll kindgerecht sein. Bewegungsfreiheit zulassen, alltagstauglich sein“, erzählt die Gründerin. „Wenn ich eine Hose entwerfe, denke ich daran, wie die Kinder sie nutzen werden. Ist der Stoff weich genug, aber auch robust genug für Räubereien? Haben die Taschen genug Platz für gefundene Schätze?“
Mit Liebe handgenäht
Es sind genau diese Gedanken, die den Unterschied machen. Deshalb kombiniert Sandra natürliche Stoffe mit bequemen Schnitten, verspielten Details und langlebiger Qualität. Die Designs sind bewusst zurückhaltend und gerade deshalb so besonders. Sie lassen Raum für Fantasie und werden schnell zu echten Lieblingsstücken im Kleiderschrank. „Wenn mir rückgemeldet wird, dass ein Teil immer wieder als Erstes aus dem Schrank gezogen wird, macht mein Herz einen Riesen-Hüpfer – das ist der größte Ritterschlag“, sagt Sandra.
Schultüten, die Geschichten erzählen
Ein ganz besonderes Produkt bei Coquetón sind die figürlichen Schultüten, oder, wie man in Mitteldeutschland sagt: Zuckertüten. Hier schlägt Sandras Herz am lautesten. „Mit den Schultüten möchte ich Begleiter schaffen, die dem Schulkind einfach ein Strahlen ins Gesicht zaubern“, sagt sie. Die handgefertigten Unikate in 3D-Optik wirken wie kleine Fantasiewelten zum Anfassen. Ob Narwal, Oktopus, Drache oder Einhorn: Jede Tüte steckt voller Details und lädt zum Entdecken ein. Doch das Besondere zeigt sich erst nach dem großen Tag, wenn aus der Schultüte ein Kuschelkissen wird. „Sie dürfen und sollen gekuschelt, geknautscht und aktiv genutzt werden“, betont Sandra. „Eine Schultüte, die nicht nur für einen Tag gedacht ist, sondern für immer.“
Handwerk als bewusster Gegenentwurf
„Je schnelllebiger die Zeit wird, schätze ich umso mehr, dass ich mit Coquetón einen Gegenentwurf bieten kann“, sagt Sandra und fügt hinzu: „Schöne nutzbare Dinge, die mitwachsen und erlebbar sind.“ Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis des Leipziger Labels: Es geht nicht nur um Produkte, sondern um Erinnerungen. Um Dinge, die Teil von Kindheit werden und es auch bleiben.













