handgemacht.blog

Pale Illusions

Meredith Sawatzky testet Grenzen – und zwar Grenzen der Malerei und dessen, was Stickerei ist. Ihre Kunstwerke findet man bei Pale Illusions.

Meri, wie sie sich selbst nennt, begann als Malerin und fühlt eine gewisse Liebe und Verpflichtung, diese Tätigkeit mit allen möglichen Mitteln fortzusetzen. Deshalb spielt der Einsatz von Farbe bei ihren Stickereien eine besonders wichtige Rolle.

Bilder mit Bedeutung

„Ich genieße die Kombination von Textur und Farbe. Wenn ich in meiner Arbeit keine Farbe verwende, versuche ich, den Faden so abstrakt, aber dennoch so einfach wie möglich zu gestalten. Denn mich ziehen vor allem Kunstwerke an, die leicht zu verstehen sind, aber immer noch viel Bedeutung haben“, erklärt die kanadische Künstlerin aus Duncan. Die meisten ihrer Materialien findet sie in Secondhand-Läden und die verwendete Farbe ist trockenes Pigment, das sie von ihren Reisen in Peru bekommen hat. „Mein Ziel ist es, abstrahierte Formen widerspruchsvoll darzustellen. Es macht mir große Freude, einer Arbeit nachzugehen, die etwas abseits ist und vielleicht nicht normal, aber das Auge anzieht und den Geist dazu bringt, sich zu drehen“, so Meri.

Zwischen Traum und Realität

In ihrem Etsyshop bietet Meri ganz unterschiedliche handgemachte Stickereien an. Die Wandgemälde symbolisieren z. B. Blumen, Straßenkarten, Flügel und Kreise aber auch Emotionen, Blut, Sterne oder Dinge aus der Natur. Den hinteren Teil der Stickereien lässt Meredith bewusst offen, um den Entstehungsprozess der einzelnen Stücke und „das Chaos der Fäden“ zu zeigen, wie sie selbst sagt. Neugierig und von Kind hat kreativ ist die Kunst ein Mittel der Befreiung für Meri. Gleichzeitig versucht die Künstlerin, die der Realität stets skeptisch gegenüber steht, andere mit ihren Kreationen zu inspirieren, in ihnen abstrakte Gedanken hervorzurufen sowie Ruhe ins Chaos zu bringen. „So sehr mich das Unbekannte erschreckt, es bringt mir auch Frieden. Ich versuche, das in jedes Medium einzubringen, mit dem ich experimentiere und in das ich eintauche – verbunden mit ein bisschen Hoffnung, dass irgendjemand irgendwo ein Wunder darin findet“, erklärt Meri auf ihrer Homepage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.